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Das Projekthaus ENERCHEM versteht sich als transinstitutioneller Verbund. Es soll sich, im Unterschied und ergänzend zu herkömmlichen Instituten der Max-Planck-Gesellschaft, nicht auf einzelne, spezielle Fragen eines naturwissenschaftlichen Fachs beschränken, sondern große und gesellschaftlich bedeutsame Probleme angehen. Als Gegenstand für dieses neuartige Forschungsexperiment boten sich die chemisch-materialwissenschaftlichen Fragen, die es mit Blick auf eine künftig notwendige nachhaltige Energieversorgung zu lösen gilt. Dazu gehören Themen wie die chemischen Grundlagen einer Wasserstoff-Kreislaufwirtschaft, die Entwicklung nanochemisch optimierter Materialien für mobile Energiespeicher oder Entwürfe für eine effektive dezentrale Erzeugung von Energie.
Was diese Themen für die Zukunft unserer Gesellschaft bedeuten, ist zwar grundsätzlich auch der breiten Öffentlichkeit bewusst. Weit weniger bekannt ist allerdings, dass hinter diesen geläufigen Schlagworten wissenschaftliche Probleme stecken, die sich nur mittels konzertierter und langfristig angelegter Grundlagenforschung lösen lassen - und die damit zur angestammten Domäne der Max-Planck-Gesellschaft zählen.
Die Gründung von Projekthäusern, die sich wie ENERCHEM gesellschaftlich anerkannten Fragen anstelle reiner Expertenprobleme widmen, könnte über den wissenschaftlichen Ertrag hinaus einen positiven Nebeneffekt haben: An ihrem Beispiel lässt sich konkret die Bedeutung und Notwendigkeit der Grundlagenforschung für die Zukunft unserer Gesellschaft aufzeigen und einem breiten Publikum nahe bringen.
Partner: Fritz-Haber-Institut (Robert Schlögl, Anorganische Chemie), Max-Planck-Institut für Kohlenforschung (Ferdi Schüth, Heterogene Katalyse), Max-Planck-Institut für Festkörperforschung (Joachim Maier, Elektrochemie), Max-Planck-Institut für Polymerforschung (Klaus Müllen, Supramolekulare Chemie), Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (Markus Antonietti, Kolloidchemie und Nanostrukturen).
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