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Entwicklung
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Die Gründungsdirektoren transferierten einen Teil ihrer bisherigen Gruppen in Jülich, Mainz und Marburg nach Berlin bzw. Teltow und stellten mehrere Habilitanden ein, mit denen sie neue Gebiete angingen. Damit ergaben sich enorme Integrationsaufgaben West/Ost, Jung/Alt neben der Vielfalt von Disziplinen und Denkansätzen. Das Institut war in Richtung West-Europa und Übersee zu internationalisieren, und mittlerweile sind ein Drittel der Mitarbeiter Ausländer. Die Zahl der Beschäftigten wuchs auf 240 innerhalb der ersten sechs Jahre an, und kann aus Raumgründen nicht mehr nennenswert gesteigert werden (Die Ressourcen für die vierte Abteilung wurden frei durch Pensionierungen und Schrumpfen der bestehenden Abteilungen).
Nach dem Einzug in Golm bei Potsdam konnten die Abteilungen besser verknüpft und die Infrastruktur im Institut weiter ausgebaut werden, wobei vor allem die Verwaltungsleiterin Frau R. Schlender sich viele Verdienste erwarb. Enttäuschend langsam schreitet die Entwicklung des Wissenschaftsparks Golm voran mit den zentralen Problemen Verkehrsanbindung, soziale und Einkaufsmöglichkeiten, Innovations- und Gründerzentrum.
Begründung für die Wahl des Standorts Golm war, dass die naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Potsdam dort angesiedelt wird. Deren Ausbau ist in vollem Gange, und die Direktoren und mehrere Mitarbeiter sind an der Lehre in den Fachbereichen Physik und Chemie beteiligt. Mittlerweile steigen in diesen Fächern auch die Studentenzahlen und wir hoffen, bald auch die ersten Potsdamer Diplomanden auszubilden. Die in Deutschland sinkenden Doktorandenzahlen konnten durch verstärkte Anwerbung im Ausland kompensiert werden, so dass diese Zahl im Institut nie unter sechzig fiel.
Das Institut ist im Großraum Berlin vernetzt, insbesondere durch einen Sonderforschungsbereich mit Beteiligung aller Universitäten ("Mesoskopische Verbundsysteme") und über gemeinsame Projekte an den Berliner Neutronen- und Synchrotronstrahlungsquellen (Hahn-Meitner-Institut, BESSY). Im nationalen Bereich existieren viele Verbundprojekte mit Hochschulen, Instituten und Industrie. Da unsere Stärke die Grundlagenforschung ist und bleibt, werden neue Wege erprobt, diese außerhalb des Instituts zur Anwendung zu bringen. Dazu gehören neben den traditionellen Verbundprojekten mit Firmen auch die Hilfe bei Ausgründungen (bisher sechs) und eine gemeinsame Forschergruppe mit dem benachbarten Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung. Neben der Beteiligung an EU-Programmen dienen der internationalen Vernetzung auch das gemeinsame Deutsch-Chinesische Labor in Peking, eine Deutsch-Französische Forschergruppe und vor allem die "International Max Planck Research School on Biomimetic Systems", in der wir eine Doktorandenausbildung an der Universität Potsdam in englischer Sprache anbieten.
Aufgrund der hervorragenden Qualifikationen unserer Mitarbeiter und der ausgezeichneten Ausstattung konnten wir die nachlassende Förderung durch die Max-Planck-Gesellschaft ausgleichen, so dass nun etwa 30% des Etats von 10 Millionen Euro durch Drittmittel finanziert ist.
Die wissenschaftlichen Erfolge, schlugen sich bisher in ca. 3000 Publikationen nieder. Viel wichtiger aber ist der Wissenstransfer über Köpfe, d.h. die ca. 150 Doktoranden und ein Dutzend Professoren, die im Institut ausgebildet wurden.
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| © 2012, Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam |