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Historisches

Historisches

Die Abteilung Kolloidchemie des Max-Planck-Institutes für Kolloid- und Grenzflächenforschung wurde am 1. Januar 1992 gegründet. Das Institut entstand aus den Wurzeln des Instituts für Polymerenchemie "Erich Correns" der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR. Diese Gründung war die direkte Konsequenz des Umorientierungsprozesses in der Forschungslandschaft der ehemaligen DDR. Es bestand ein Konsens unter den wissenschaftlichen Autoritäten, daß das Feld der Kolloid- und Grenzflächenforschung eine vielversprechende Zukunft sowohl in der Grundlagen- als auch in der angewandten Forschung haben würde. Dabei wurden insbesondere die Aktivitäten der ostdeutschen Wissenschaftler berücksichtigt, die mit dem neuen Forschungsfeld überlappten und somit ihren Erfahrungsschatz mit einbringen konnten.

In den ersten zwei Jahren des Bestehens leitete Prof. Burkart Philipp die Abteilung, bis im Oktober 1993 Prof. Markus Antonietti als wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft zum Direktor der Abteilung Kolloidchemie berufen wurde. Das Institut ist nun am Ende einer Umgestaltungsperiode von einem Institut der Akademie der Wissenschaften zu einem modernen europäischem Forschungszentrum angelangt. Eine Reihe früherer ostdeutscher Wissenschaftler wurden mit ihrem Fachwissen auf dem Gebiet der Polyelektrolyte und Heterophasenpolymerisation in die neue Abteilung mit eingebunden. Der Mitarbeiterstab wurde weiterhin mit jungen westdeutschen Wissenschaftlern aufgefüllt, um die Abteilung zu komplettieren. Die Mitarbeiter kommen mittlerweile zu gleichen Teilen aus Ost- und Westdeutschland. Ein wachsender Teil der wissenschaftlichen Mitarbeiter kommt inzwischen auch aus ganz Europa. Dabei hilft ein Programm der Max-Planck-Gesellschaft zur Unterstützung von Post-Doktoranden aus dem Ausland. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt einschließlich Technikern und Doktoranden ca. 60 Personen.



© 2012, Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam