News der Abt. Biomolekulare Systeme

Die letzten Forschungsergebnisse & News aus der Abteilung Biomolekulare Systeme.

Die Pressemeldungen des gesamten Instituts sind in der News-Hauptübersicht zusammengefasst.

Mitarbeiter:innen im Gesundheitswesen handhaben Spritzen, analysieren Daten auf Laptops und schreiben auf Papier.

Die Diagnostik von Candida-Blutstrominfektionen beruht bislang auf langsamen, teils inkonsistenten Laborkulturen. Forschende haben exakt definierte Zuckerstrukturen der Pilzoberfläche synthetisiert, um die Immunantwort zu verstehen und den charakteristischen „Zucker-Fingerabdruck“ jeder Candida-Art auszulesen. So wird ein schneller Test am Krankenbett möglich, der in Minuten verlässliche Ergebnisse liefert und eine rechtzeitige, gezielte Behandlung unterstützt. mehr

Die Abbildung zeigt einen Oktopus, der mit der Bezeichnung "CysCAR-T-Zelle" versehen ist. Dessen Tentakel sind mit CD19(+)- und CD19(-)-Krebszellen verbunden.

Oren Moscovitz und sein Team haben CAR-T-Zellen so modifiziert, dass sie die klassische Antigenerkennung mit einem neuartigen, cysteinbasierten Sensor kombinieren. Dieser erkennt den veränderten Redox-Zustand von Krebszellen und verhindert so das Ausweichen von Tumoren. Erste Daten deuten darauf hin, dass der Ansatz bei verschiedenen Krebsarten wirksam sein könnte – einschließlich schwer behandelbarer Typen wie bestimmter Brustkrebsformen – und den Weg zu präziseren, wirksameren Therapien ebnet. mehr

Laura König-Mattern in the lab

Sie erhielt 10.000 Euro von der Körber-Stiftung für ihre Doktorarbeit, in der sie eine computergestützte Methode zur Herstellung von Chemikalien aus erneuerbarer Biomasse entwickelte. Heute arbeitet Laura am Center for the Transformation of Chemistry (CTC), wo sie bio-basierte Chemikalien mit maßgeschneiderten Eigenschaften entwirft – und so eine fossilfreie Kreislaufwirtschaft der Chemie vorantreibt. mehr

Martina Delbianco erhält den Feltrinelli Giovani Award von Roberto Antonelli, dem Präsidenten der Accademia dei Lincei, und Carlo Doglioni, dem Vizepräsidenten der Accademia dei Lincei.

Sie erhält 50.000 €, in Anerkennung ihrer wegweisenden Arbeiten zur automatisierten Synthese komplexer Kohlenhydrate – lange vernachlässigt in der Forschung, doch vielversprechend für die Entwicklung maßgeschneiderter bioinspirierter Materialien und innovativer Therapieansätze. mehr

Wie aus frittiertem Abfall nachhaltiges Plastik wird<br> 

Die Forschende des Projekts „FatLoop“ nutzen Fettsäuren aus entsorgten Speiseölen, um Kunststoffabfälle in funktionale Materialien umzuwandeln. Unter der Leitung von Dr. Manuel Häußler zielt „FatLoop“ darauf ab, die Grundlage für eine Zukunft jenseits herkömmlicher Kunststoffe zu schaffen. Langfristiges Ziel ist, vollständig recycelbare und nachhaltige Materialien zu entwickeln, die eine ähnliche Vielseitigkeit wie konventionelle Kunststoffe haben – ohne dabei die Umwelt zu belasten. Das Projekt wird mit rund 2 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium gefördert.
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<span><span><span>LUMIBOR:</span></span></span> Bororganische Moleküle für neue Wege in der Chemie

Mit einem ERC Starting Grant wird Dr. John J. Molloy mithilfe von Licht 3D-bororganische Verbindungen mit maßgeschneiderten Eigenschaften entwickeln. Sein Projekt LUMIBOR nutzt die Hybridisierung von Bor in organischen Molekülverbindungen, um ihre Reaktionen mit Licht fein abzustimmen. Die geplanten Moleküle werden vielseitige Bausteine mit verbesserter Reaktivität sowohl für die Grundlagenforschung als auch für industrielle Anwendungen liefern. mehr

<span><span><span><span>Schnell und kompakt: Neues Gerät macht Zuckersynthese einfach und kosteneffizient</span></span></span></span><br /> 

Der Glyconeer 3.1 ist der neueste Durchbruch in der automatisierten Herstellung komplexer Zuckerketten. Während die vielfältigen Strukturen von Zuckern schon immer eine Herausforderung darstellten, ermöglicht das verbesserte Design und die patentierte Technologie der Forschungsgruppe um Peter Seeberger ihre schnelle, energieeffiziente und benutzerfreundliche Synthese. Ein besseres Verständnis dieser allgegenwärtigen Moleküle verspricht wichtige Fortschritte in Bereichen wie der Biotechnologie, der Medizin und den Materialwissenschaften.
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<span><span><span>Wie binden Algen Kohlenstoff? </span></span></span><br /><span><span><span>Im Labor hergestellte Zucker geben eine Antwort</span></span></span>

Fucoidan, ein von Algen ausgeschiedener Zucker, kann Kohlendioxid (CO₂) über Jahrhunderte binden, ist aber wegen seiner komplexen und vielfältigen Molekülstruktur noch wenig bekannt. Dr. Conor Crawford hat Fucoida im Labor nachgebaut und festgestellt, dass es in der Natur weiter verbreitet ist als bisher angenommen. Ein besseres Verständnis seiner Eigenschaften könnte zu Technologien zur Bewältigung der Klimakrise beitragen. mehr

<span><span><span><span>Zucker aus dem Labor und Nanokörper von Alpakas gegen Krebs: </span></span></span></span><br /><span><span><span><span>Oren Moscovitz erhält den renommierten Hermann-Neuhaus-Preis</span></span></span></span><br /> 

Dr. Oren Moscovitz wurde von der Max-Planck-Gesellschaft mit 25.000 Euro für seine vielversprechenden Forschungsergebnisse zur Behandlung und nicht-invasiven Diagnostik von Krebs ausgezeichnet. Moscovitz und sein Team nutzen einzigartige Zuckermuster auf Krebszellen und entwickeln ultrakleine Antikörper (sogenannte Nanokörper) aus Alpakas, die spezifisch an diese Zucker binden. mehr

<span><span><span><span><span>Ein Zuckercode mit Fluor gegen Hirnhautentzündung</span></span></span></span></span><br /> 

Die innovative Kombination aus komplexen Zuckern und Fluor ist ein vielversprechender erster Schritt zur Entwicklung wirksamerer Impfstoffe gegen einige Bakterien, die Hirnhautentzündung (Meningitis) verursachen. Die von Peter Seeberger und Ryan Gilmour entwickelte Verbindung löste bei Mäusen eine starke Immunreaktion aus und hat das Potenzial, als Plattform für die Herstellung künftiger Impfstoffe gegen mehrere Bakterienstämme zu dienen.
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Zucker-Origami – Gefaltete Zuckerstrukturen

Forschende am MPIKG haben ein Kohlenhydrat entworfen, das sich selbst in eine bestimmte Form falten kann. Bisher waren solche selbst faltenden Biopolymere nur für DNA und Eiweiße entwickelt worden und Zucker galten bisher als zu flexibel, um eine stabile Form annehmen zu können. mehr

Otto-Hahn-Medaille für Dr. Susanne Reischauer

Postdoktorandin Dr. Susanne Reischauer ist von der Max-Planck-Gesellschaft mit der Otto-Hahn-Medaille 2022 ausgezeichnet worden. Verliehen wird der Preis für herausragende wissenschaftliche Leistungen, die während der Promotion erbracht worden sind. mehr

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