Dr. Zongzhe Li
Forschungsinteressen
Cellulose-Nanokristalle (CNCs) sind dafür bekannt, sich selbstständig zu einer chiralen nematischen Flüssigkristallphase zu organisieren. Durch die gezielte Steuerung der Dichte dieser selbstorganisierten Struktur (d. h. der Helixsteigung) lassen sich unterschiedliche Strukturfarben erzeugen. Es wurde gezeigt, dass verschiedene Faktoren (z. B. Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Ionenstärke) den Selbstorganisationsprozess beeinflussen und somit eine effektive Kontrolle der Helixsteigung ermöglichen.
Bislang ist jedoch kaum untersucht, wie sich diese photonische Struktur nach der Selbstorganisation gezielt verändern lässt. Ziel meiner Arbeit ist es daher, zu untersuchen, inwiefern sich die Mikrostruktur selbstorganisierter CNCs durch externe Einflüsse steuern lässt und wie sich diese Veränderungen auf ihre photonischen Eigenschaften auswirken.
Mein besonderes Interesse gilt:
- dem Verhalten selbstorganisierter CNCs unter externen Stimuli,
- den photonischen Eigenschaften von CNCs unter externen Stimuli,
- den photonischen Mustern, die von selbstorganisierten CNCs unter externen Stimuli erzeugt werden.
Vita
Dr. Zongzhe Li ist Postdoktorand in der von Prof. Silvia Vignolini geleiteten Abteilung für Nachhaltige und Bio-inspirierte Materialien am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung.
Er schloss sein Studium der Angewandten Chemie 2020 an der Beihang-Universität in Peking, China, mit einem BSc ab. Nach einer Auszeit ging er nach Kanada, um unter der Betreuung von Prof. Mark MacLachlan an der University of British Columbia zu promovieren. Im September 2024 trat er als Friedman-Stipendiat ein sechsmonatiges Praktikum in der Gruppe von Prof. Raffaele Mezzenga an der ETH Zürich an. Im Jahr 2026 promovierte er in Chemie an der University of British Columbia in Vancouver (Kanada). In seiner Doktorarbeit befasste er sich hauptsächlich mit der Entwicklung funktioneller Materialien aus Cellulose-Nanokristallen, wobei sein besonderes Interesse ihren photonischen Eigenschaften galt.
Im Juni 2026 startete er als Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung.
Publikationen
https://scholar-google-com.webvpn.mpikg.mpg.de/citations?user=i3WLaDUAAAAJ&hl=en
https://orcid.org/0000-0002-5213-740X