Neue Internationale Max Planck Research School (IMPRS) über „Multiscale Biosystems“ startet Bewerbungsphase

Interessierte Studenten können sich ab November 2012 für das dreijährige Doktorandenprogramm unter http://imprs.mpikg.mpg.de bewerben. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2013.

26. November 2012
Studenten am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung

Forschungsschwerpunkte

Die neue IMPRS über „Multiscale Biosystems“ befasst sich mit dem hierarchischen Aufbau von Biosystemen im Nanometer- und Mikrometerbereich. Zum Vergleich: Ein Nanometer ist der milliardste Teil eines Meters. So geht es u.a. um Makromoleküle in wässriger Lösung, die molekulare Erkennung zwischen diesen Bausteinen, die Übertragung freier Energie in molekularen Maschinen oder die Strukturbildung und den Transport in Zellen und Geweben. So spielen Kohlenhydrate eine entscheidende Rolle bei der molekularen Erkennung an Zelloberflächen und damit bei Infektionen, Immunreaktionen und der Bildung von Metastasen, und Proteine lagern sich zu molekularen Maschinen zusammen, die neue Makromoleküle herstellen oder diese über meso- und makroskopische Entfernungen transportieren. Im Mittelpunkt all dieser Untersuchungen steht die Frage, wie die Prozesse im Bereich von wenigen Nanometern bis zu vielen Mikrometern durch die Struktur und Dynamik der molekularen Bausteine bestimmt werden. So beschäftigen sich insgesamt vier Forschungsschwerpunkte mit der molekularen Erkennung von Kohlenhydraten, der Wechselwirkung von Biomolekülen mit Licht, den gerichteten Prozessen in Zellen sowie den gerichteten Formänderungen von Gewebe.

Rahmenbedingungen

Das englischsprachige Programm ist zunächst auf sechs Jahre angelegt. Etwa die Hälfte der Teilnehmer soll unter deutschen Bewerbern ausgewählt werden, die andere Hälfte aus aller Welt nach Potsdam kommen. Die interdisziplinären Forschungsaktivitäten der Schule verbinden theoretische und experimentelle Biophysik, physikalische Chemie und Kolloidchemie, Biochemie und Molekularbiologie sowie die Materialwissenschaften. Neben der Forschungsarbeit bietet die IMPRS den Doktoranden aber auch ein umfangreiches Begleitprogramm so z.B. Informationen über Karrieremöglichkeiten und Deutschkurse für ausländische Doktoranden.

An der IMPRS sind Arbeitsgruppenleiter, Nachwuchsgruppenleiter und Professoren des Max-Planck-Instituts sowie der Universität Potsdam, der FU Berlin, der HU Berlin und des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik beteiligt. Eine detaillierte Beschreibung der Organisation der Schule, der angebotenen Projekte und des Bewerbungsverfahrens finden Sie unter:

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