Max-Planck-Direktor mit Emil-Fischer-Medaille geehrt

Hohe Auszeichnung in Organischer Chemie

In diesem Jahr verleiht die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) die mit 7.500 Euro dotierte Emil-Fischer-Medaille an Max-Planck-Direktor Peter H. Seeberger. Er erhält die Auszeichnung für seine wegweisenden Beiträge zur Synthese komplexer Kohlenhydrate, insbesondere durch die Entwicklung automatisierter Methoden.

Max-Planck-Direktor Peter H. Seeberger mit der Emil-Fischer-Medaille

Peter Seeberger zählt als herausragender Grundlagenforscher in der organischen Chemie zu den Pionieren der Flusschemie und zeichnet sich durch hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Kohlenhydratchemie aus. Die Erforschung der Herstellung komplexer Zucker steht im Zentrum seiner Arbeiten. Mit seinen Synthesen begründete Seeberger das Gebiet der „Molekularen Glykobiologie“, aus dem neben Cholesterinsenkern und Diagnostika für bakterielle und parasitäre Infektionen auch neuartige zuckerbasierte Impfstoffkandidaten hervorgehen. „Diese hohe Auszeichnung erfüllt mich mit Stolz: Emil Fischer war der Begründer meines Hauptarbeitsgebietes, der Zuckerchemie", sagt Peter Seeberger und fügt ergänzend hinzu: „Er ist ein großes Vorbild für mich.“

Über die Auszeichnung

Seit 1950 verleiht die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) die Emil-Fischer-Medaille für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der organischen Chemie nun zum 35. Mal. Im Jahr 1912 stiftete Carl Duisberg dem Chemiker Emil Fischer diese Auszeichnung zu dessen 60. Geburtstag. Heute finanziert die GDCh den Preis aus einem Sondervermögen. Für seine Zucker- und Purinararbeiten erhielt Emil Fischer 1902 den Nobelpreis für Chemie.

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