Humboldt-Forschungspreisträger zu Gast am MPIKG

Prof. Yves Bréchet ist einer der Vorjahres-Gewinner des mit 60.000 EUR dotierten Gay-Lussac Humboldt-Preises. Der renommierte französische Materialwissenschaftler forscht als Gast ab April 2011 am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam-Golm. Er folgt einer Einladung von Prof. Peter Fratzl, Direktor der Abteilung Biomaterialien.

29. April 2011
Prof. Dr. Yves Bréchet

Yves Bréchet gehört international zu den bedeutendsten und innovativsten Experten, die sich mit den Strukturen und mechanischen Eigenschaften von Materialien beschäftigen. Er ist Professor am Institut Polytechnique de Grenoble und Mitglied der Französischen Akademie der Wissenschaften. 2010 erhielt er den Gay-Lussac Humboldt-Preis, der deutschen und französischen Wissenschaftlern für ihre exzellente Arbeit sowie ihr großes Engagement im Rahmen von Forschungskooperationen zwischen beiden Staaten verliehen wird.

Der weltweit anerkannte Forscher Bréchet untersucht seit vielen Jahren Materialien mit komplexer innerer Architektur, zu denen auch Baustoffe wie Stahl, Metalllegierungen oder Keramiken zählen. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf den Auswahlmethoden für Materialien, welche die Basis für multifunktionale Werkstoffe bilden können. Die Entwicklung neuartiger Werkstoffe gehört heute zu den wichtigsten Schlüsseltechnologien in unserer Gesellschaft. In Zusammenarbeit mit Prof. Peter Fratzl, Direktor der Abteilung Biomaterialien, wird Professor Bréchet insbesondere neue Materialien entwickeln, die auf natürlichen Vorbildern basieren.

Gay-Lussac Humboldt-Preis
Das französische Wissenschaftsministerium zeichnet seit 1983 mit dem Gay-Lussac Humboldt-Preis jährlich fünf international renommierte deutsche Wissenschaftler aus, die von französischen Forschungspartnern vorgeschlagen werden, und die die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Wissenschaft geprägt und befördert haben. Gleichzeitig werden von deutscher Seite bis zu fünf französische Forscher ausgezeichnet, die von der Alexander von Humboldt-Stiftung eine Unterstützung von 60.000 Euro für einen einjährigen Forschungsaufenthalt in Deutschland bekommen.

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