Prof. Scott R. White erhält bedeutenden Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Der Humboldt-Forschungspreis ist mit 60.000 EUR dotiert.

Der renommierte Materialwissenschaftler forscht ab Februar 2013 als Gast am Potsdamer Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung.

1. Februar 2013
Professor Scott R. White

Scott R. White, Professor für Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Illinois, Urbana-Champaign, erhält einen der Humboldt-Forschungspreise 2012 im Bereich Werkstoffwissenschaften.

Der weltweit führende Experte und renommierte Materialwissenschaftler ist bekannt für die Entwicklung von selbstheilenden polymerbasierten Materialien. Als Mitglied des Beckman Institute for Advanced Science and Technology hat er einen bedeutenden Beitrag für die Entwicklung von sich selbst regulierenden Materialsystemen geleistet, die vor allem von der Natur inspiriert sind.

Seine Forschung nimmt biologische Systeme wie z.B. die Wundheilung oder das Gefäßsystem zum Vorbild und wendet diese auf Plastik, elektronische Schaltkreise und Batterien an. Am Bekanntesten wurde das Design von Materialien mit eingebetteten Mikrokapseln, die sich bei Beschädigungen oder Rissen öffnen und das Material selbstheilend wieder verschließen.

Professor White wird seinen Forschungsaufenthalt in Potsdam nutzen um Kooperationen aufzubauen, in deren Mittelpunkt biomimetische Ansätze stehen und deren Forschung sich mit Materialien wie Knochen, Pflanzen oder Proteinfasern beschäftigt.

Humboldt-Forschungspreis
Herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachgebiete aus dem Ausland, deren grundlegende Entdeckungen, Erkenntnisse oder neue Theorien das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt haben und von denen auch in Zukunft weitere Spitzenleistungen erwartet werden, können für den Humboldt-Forschungspreis nominiert werden.
Die Preisträger werden eingeladen, ein langfristiges Forschungsvorhaben in Kooperation mit Fachkollegen in Deutschland für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr an Forschungseinrichtungen in Deutschland durchzuführen. Der Aufenthalt kann zeitlich aufgeteilt werden. Die Humboldt-Stiftung vergibt jährlich bis zu 100 Humboldt-Forschungspreise. Die Nominierung erfolgt durch ausgewiesene Wissenschaftler in Deutschland. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert.

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