Deutsch-Indische Max-Planck-Partnergruppe eröffnet

Die neu etablierte Partnergruppe wurde zwischen dem Institute of Technology, Varanasi in Indien und dem Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPIKG) in Potsdam eingerichtet. Die Eröffnungszeremonie fand am 14. Februar 2017 in der Chemischen Fakultät des IIT Varanasi statt.

Eröffnung des neuen Büros der Deutsch-Indischen Max-Planck-Partnergruppe durch Peter H. Seeberger

Die Partnergruppe beschäftigt sich insbesondere mit dem Einsatz der automatisierten Zuckersynthese bei zuckerbasierten marinen Naturstoffen. Hierbei soll das Potenzial für die Entwicklung von neuartigen Materialien und die Verwendung im medizinischen Bereich ausgelotet werden. Jeyakumar Kandasamy, Juniorprofessor am IIT Varanasi und früherer Postdoc in der Abteilung Biomolekulare Systeme am MPIKG in Potsdam, leitet die neu etablierte Partnergruppe in enger Zusammenarbeit mit Peter H. Seeberger. Professor Seeberger betont: "Wir freuen uns darauf, zusammen mit unseren indischen Partnern medizinische Probleme in Indien mit Hilfe der Glykobiologie zu lösen."

Im Rahmen der Eröffnungsfeier fand ein dreitägiger Deutsch-Indischer Workshop über „Aktuelle Anwendungen von Kohlenhydraten in Chemie und Biologie“ (RACCB-2017) auf dem Campus der Banaras Hindu University, Varanasi statt. Zu der internationalen Veranstaltung kamen insgesamt 170 Forscher aus Indien, Deutschland und Israel zusammen, die aktuell im Bereich der Glykochemie und Glykobiologie arbeiten. Sie boten ein interdisziplinäres Forum für Präsentationen und kritische Diskussionen über neueste Ideen und Konzepte im Bereich der Kohlenhydratforschung. Der spezielle Fokus lag auf den aktuellen Entwicklungen von biomedizinischen Anwendungen und bei der Synthese von Kohlenhydraten.

Partnergruppen in Indien
Partnergruppen richten sich an indische Postdoktoranden bis 38 Jahre, die nach einem mindestens zwölfmonatigen Aufenthalt an einem Max-Planck-Institut an ein indisches Forschungsinstitut zurückkehren oder bereits zurückgekehrt sind. Sowohl die indischen Wissenschaftler als auch die Max-Plank-Institute können auf diese Weise eine enge Verbindung aufrechterhalten.

Partnergruppen werden für maximal fünf Jahre mit einer MPG-Grundfinanzierung von 20.000 € jährlich gefördert. Damit können Reisen, Workshops, Doktoranden und Postdoktoranden sowie kleinere Geräte finanziert werden. Seit 2005 wurden bereits 38 Max Planck Partnergruppen in Indien gegründet, davon sind derzeit 19 aktiv.

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