Postdoktorand mit Hermann-Neuhaus-Preis ausgezeichnet

Arzneimittelforschung

Dr. Chandradhish Ghosh erhält den diesjährigen Hermann-Neuhaus-Preis und damit ein Preisgeld von 25.000 Euro. Er wird für seine herausragenden Leistungen an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und praktischer Anwendung ausgezeichnet: Aktuell arbeitet Ghosh daran, bestimmte Eigenschaften von Medikamenten zu verändern, um sie effektiver und gleichzeitig weniger toxisch zu machen.

Portrait Dr. Chandradhish Ghosh

Angesichts zunehmender antimikrobieller Resistenzen (AMR) braucht es innovative Strategien sowohl in Bezug auf die Therapie als auch auf die Prävention in Form von Impfstoffen. Weltweit fordern Infektionskrankheiten viele Menschenleben. Chandradhish Ghoshs Forschung zielt darauf ab, Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln, die der Menschheit im Kampf gegen Infektionskrankheiten helfen können. „Meine Forschungsbemühungen in diese Richtung können einen direkten Einfluss auf die Gesundheit haben“, sagt Ghosh. Er fügt hinzu: „Dieses Gefühl, durch meine Forschung einen Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können, motiviert mich jeden Tag aufs Neue, ins Labor zu gehen.“ Am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung arbeitete er an der Entwicklung von Glykonanomaterialien und Nanokörper-Wirkstoff-Konjugaten als Antiinfektiva und Immuntherapeutika in der von Prof. Peter H. Seeberger geleiteten Abteilung für Biomolekulare Systeme.

Über den Preis

Seit 2018 vergeben die Max-Planck-Gesellschaft und die Max-Planck-Förderstiftung den Hermann-Neuhaus-Preis an herausragende Postdocs und Forschungsgruppenleiter*innen, die Forschung mit Anwendungspotential an einem Max-Planck-Institut betreiben.

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